Warum begeben Unternehmen Wandelanleihen?

Wolfgang Drobetz, Matthias Grüninger, Claudia Wöhle
Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik / Revue Suisse d'Economie politique et de Statistique / Swiss Journal of Economics and Statistics, Volume 142, Issue 3, 2006, Pages 331-365
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Keywords

Wandelanleihen, Agency-Probleme, Kapitalstrukturpolitik

Abstract

Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Fragebogenuntersuchung unter deutschen, schweizerischen und österreichischen Unternehmen über die Motive zur Emission von Wandelanleihen vorgestellt. Die Interpretation der Antworten der befragten Unternehmen bestätigt die Backdoor-Equity-Hypothese, wonach Unternehmen über die Ausgabe von Wandelanleihen eine Möglichkeit sehen, das Eigenkapital zu erhöhen. Damit zeigen sich Ähnlichkeiten zu bisherigen Untersuchungen, die sich mehrheitlich auf US-Unternehmen beziehen. Eine nachrangige Bedeutung hat die Flexibilität der Finanzierung zukünftiger Investitionsmöglichkeiten. Bei der detaillierten Auswertung der Antworten nach Unternehmensmerkmalen wie Unternehmensgröße, Verschuldungsgrad, Dividendenpolitik und Wachstumschancen Inkonsistenzen, die darauf hindeuten, dass in der Finanzierungspraxis nach wie vor die Illusion eines "Free-Lunch" nicht auszuschließen ist.